Trigonometrische Funktionen

Eindimensionale Analysis aus ersten Prinzipien

Trigonometrie klingt nach Dreiecken, aber die Variante, die du für ML brauchst, ist klarer: Es geht darum, einmal um einen Kreis herumzugehen. Stell dir einen Punkt vor, der sich auf einem Kreis mit Radius 1 um den Ursprung bewegt – dem Einheitskreis. Während er sich bewegt, zeichnet sein Schatten auf jeder Achse die beiden Funktionen nach, auf die es ankommt.

Sei θ (Theta) der Winkel, den der Punkt von der positiven x-Achse aus überstrichen hat. Dann liegt der Punkt per Definition bei (cos θ, sin θ). Das ist schon alles – cos ist die x-Koordinate, sin ist die y-Koordinate. Ziehe den Punkt unten auf dem Kreis herum und beobachte, wie sich beide Anzeigen ändern.

Aus diesen beiden ergibt sich der Tangens einfach als ihr Verhältnis: tan θ = sin θ / cos θ – die Steigung der Radiuslinie.

Wo das im ML vorkommtPeriodische Funktionen sind die Art und Weise, wie Modelle Position und Zeit darstellen. Die positionalen Encodings eines Transformers werden aus Sinus- und Kosinusfunktionen vieler Frequenzen aufgebaut, sodass das Netz Tokens danach unterscheiden kann, an welcher Stelle in einer Sequenz sie stehen. Drehungen – die alles von der Datenaugmentierung bis hin zu den rotierenden Einbettungen (RoPE) im…
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